
Rund 400 Jungbläserinnen und Jungbläser aus dem ganzen Ländle kamen zumJungbläserfestival in Herrenberg zusammen. Schon bei der hervorragendorganisierten Ankunft war die große Vorfreude überall spürbar. Aus der Ferneerklangen bereits die ersten Töne des Landesjugendposaunenchores und stimmtenauf einen besonderen Tag ein.
Zum gemeinsamen „Intro“ versammelten sich alle Teilnehmenden in der Aula derTheodor-Schütz-Realschule. Dort entstand sofort eine lebendige und mitreißendeAtmosphäre: Es wurde gespielt, gehupt und gebrummt, je nach Leistungsstand –ein eindrucksvolles Klangbild, das die Begeisterung der jungen Musikerinnen undMusiker widerspiegelte.
Geistliche Impulse brachte Sofia ein, eine Theologiestudentin und selbstaktive Posaunenbläserin. In ihren Worten erzählte sie von der Kraft desHeiligen Geistes und vermittelte den Gedanken, dass diese Kraft auch in jedemInstrument wohnt und durch die Musik spürbar wird. Ihre Beiträge regten zumNachdenken an und gaben dem Festival eine besondere Tiefe.
Musikalisch wurden die Teilnehmenden den ganzen Tag über sicher undengagiert von Brigitte, Regina, Stefanie und Christof begleitet. Mit vielErfahrung und Feingefühl leiteten sie Proben und gemeinsame Stücke an undsorgten dafür, dass aus den vielen einzelnen Stimmen ein harmonisches Ganzesentstand.
Nach dem Intro wurde in Kleingruppen weitergearbeitet, eingeteilt nachLeistungsniveau. Geleitet wurden die Gruppen von engagierten Bläserinnen undBläsern, die mit viel Freude und Spaß mit den Jungbläsern die Stücke übten.
Von 12:15 bis 13:45 Uhr stand die wohlverdiente Mittagspause an. Neben einemleckeren Essen in der Schulmensa wartete auf dem Schulhof ein buntes Programmmit vielen tollen Aktivitäten: Beim „laufenden A“, mit einem Jonglagekofferoder bei der Herstellung von Schlauchtrompeten konnten sich die Kinder undJugendlichen kreativ austoben. Ein besonderes Highlight war die große Hüpfburg,die für viel Bewegung und gute Laune sorgte.
Auch innerhalb des Schulgebäudes gab es zahlreiche Angebote wie Basteln undPuzzeln. Besonders beeindruckend war hier eine sogenannte „Lufteisenbahn“, dieallein durch den eigenen Atem angetrieben werden konnte – ein spielerischer undzugleich faszinierender Zugang zur Welt der Blasmusik.
Nach einer weiteren Überunde in den Kleingruppen, trafen sich schließlichalle um 15 Uhr wieder im Plenum zum großen „Finale“. Gemeinsam wurde musiziert,und auch einige Zuhörer waren anwesend, um den Abschluss mitzuerleben. Dabeierklangen alle Stücke, die zuvor in den Gruppen erarbeitet worden waren. Einbesonderer Höhepunkt war das gemeinsame „Nun danket alle Gott“. Wer genauhinhörte, konnte sogar die Glocken des UlmerMünsters erahnen.
Mit dieser eindrucksvollen Abschlussveranstaltung ging ein erlebnisreicherTag zu Ende. Das Jungbläserfestival in Herrenberg war damit nicht nur einmusikalisches Ereignis, sondern auch ein Tag voller Gemeinschaft, Inspirationund gelebter Begeisterung für die Posaunenarbeit.
Marina Ehehalt
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